Clinic

Sonntag ging es nach Camden. Dort besuchten wir den Markt, kauften uns Regenschirme, beautiful Leatherjackets und füllten unsere Mägen mit chinesischem Fast Food. Anschließend genossen wir noch ein Paar Pints in der Lock Tavern und fuhren dann mit der Tube Richtung King’s Cross; wiedermal gab es ein Konzert im Scala. Den Abend eröffneten die Threatmantics, die herrlich unaufgeregt die Bühne betraten. Daher war der Applaus auch zunächst recht verhalten, da das Publikum sie zunächst wohl für Roadies hielt. In der klassischen Gitarre-Schlagzeug-Geige-Besetzung präsentierte die Band aus Wales ein paar wuchtige Riffs, exaltierten Gesang, minimalistisches Schlagzeug und ja, ein paar Geigentöne. Danach dann Clinic, die sich dem Namen entsprechend, auf der Bühne mit Mundschutz präsentierten. Das war dann aber schon die einzige Gemeinsamkeit mit Michael Jackson. Denn anstatt zu tanzen, präsentierten sie ihre Tanzmusik doch eher stoisch. Die Musik hingegen ging gut nach Vorne und obwohl ich ehrlicherweise kein Lied von ihnen kannte, hatten sie keine Mühe, mich und auch den Rest des Publikums mitzureißen. Nach einer Zugabe war dann Schluss und wir verließen den Club. Ausnahmsweise erwischten wir den einen Bus, der uns wohlbehütet zurück nach Southwark brachte, wo wir dann erschöpft in unsere Betten fielen. Am nächsten Tag musste ich auch schon Abschied nehmen von meinen Gästen. Es war wie immer schön und man sieht sich hoffentlich zwischen Weihnachten und Neujahr in Bremen.

Das Video ist eher unrepräsentativ für das, was die Band uns an diesem Abend zeigte. Dokumentiert jedoch hoffentlich gut, ihre eher absurden Momente.

1 Antwort zu „Clinic“


  1. 1 tebb Dezember 1, 2008 um 1:44

    „Herrlich unaufgeregt“, was? Stimmt. Aber waren Clinic nicht auch „wohltuend anders“ und die Bands im Koko am Freitag „wunderbar verschroben“?
    Daher – und natürlich weil wir so liebevoll umsorgt worden sind – hat’s uns ja auch so gut gefallen in London….


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