- Edinburgh Castle
- Cabaret Voltaire
- Salisbury Cragis und ich
- Hafen von Leith
- Schottisches Parlament
- Blick vom Calton Hill
- National Monument
- Blick vom Arthur’s Seat
Gefühlte 2 Minuten 11 Sekunden hat es gedauert, bis ich nach der Ankunft den ersten Dudelsack gehört habe. Sowieso wurde allerorts viel Wert darauf gelegt, jedem klar zu machen, wo man sich befindet. Während meiner ganzen Reise habe ich nirgendwo so viel Nationalsymbolik und Fähnchen gesehen, nicht einmal in London. Zunächst ging ich die Princes Street hinunter, vorbei an unzähligen Kilt Shops, um mein Gepäck in mein Hostelzimmer zu packen. Danach traf ich Behnoush beim Scott Monument, die zufällig auch in dieser Stadt verweilte und wir setzten uns vor die National Gallery of Scotland, um die scheinende Sonne zu genießen. Prompt wurden wir Teil eines norwegischen Schulprojekts: Zwei Schülerinnen wollten Fotos von uns machen, da sie angeblich für ihr Projekt Bilder von cool gekleideten Leuten brauchten. Das sagt nun vielleicht mehr über die durchschnittliche Coolness der Leute Edinburghs als über unsere. Meinen Stil beschrieb ich ihnen als ‘heroin chic’.
Nach einem italienischen Dinner inkl. Sprachkurs (Edimburgo mit ‘m’) stürzten wir uns in das pulsierende Nachtleben eines Montagabends. Im Cabaret Voltaire kamen wir rechtzeitig an, um die letzten Akkorde der dort aufspielenden Band mitzubekommen. Danach wurde der Laden für eine Stunde geschlossen, damit man angeblich für die darauffolgende Party die Bühne umbauen muss. Ganz verstanden habe ich das nicht, denn als wir um 11 wiederkamen, sah der Raum eigentlich aus wie vorher. Womöglich musste die Band raus aus ihrem Bühnenoutfit und rein in die DJ-Klamotten, man weiß es nicht. Die Musik war okay, die Preise fair. Deswegen und auf Grund des mittlerweile stabilen Pfunds ließ sich der Barkeeper jedoch nicht mit Euros zu Sonderwünschen überreden („Sorry, we don’t accept Euros.“)
Dienstag sahen wir uns dann noch den Rest der Stadt an; das prachtvolle Edinburgh Castle, das architektonisch außergewöhnliche schottische Parlament, den unspektakulären Hafen von Leith und natürlich das Museum of Childhood. Für einen letzten Abend in Schottland fehlte mir dann jedoch die Ausdauer und ich ging früh zu Bett.
Am Mittwochmorgen verabschiedete ich noch kurz Behnoush und machte mich dann auf, die Hügel der Stadt zu erklimmen. Um mich auf den sage und schreibe 251 Meter hohen Arthur’s Seat vorzubereiten stieg ich erstmal auf den Calton Hill und machte meine Fotos. Der Aufstieg zum Arthur’s Seat war etwas beschwerlicher, bot aber auch einen weitaus schöneren Blick auf die Stadt, das Meer und die umliegenden Hügel. Den Rest des Tages genoss ich noch ein wenig die Sonne in den Princes Street Gardens, ehe ich mich in den Zug zurück nach London setzte. Innerhalb von fünf Stunden und sogar 20 Minuten vor geplanter Ankunft kam ich dann in King’s Cross an.
Alles in allem eine sehr lohnenswerte und interessante Reise. Besonders spannend war für mich, die Besonderheiten des jeweiligen Akzents herauszufinden. Es ist schon erstaunlich, dass selbst die Akzente der Liverpuddlians und Mancunians, die nur eine halbe Zugstunde voneinander entfernt wohnen, so unterschiedlich sind. Überrascht hat mich auch die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der englischen Bahnen, die im Vergleich zu Deutschland sogar noch ziemlich sauber sind. Noch dazu zeichnen sie sich durch eine erfrischende Abwesenheit von weiblichen Kegelclubs jenseits der 50 aus, bei der man sich beispielsweise auf der Route zwischen Leer und Bremen fragen würde, ob man denn überhaupt den richtigen Zug erwischt hat.























































