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Maribel
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Shrag
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Crystal Stilts
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Shut up
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Going home
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Soundtrack of our lives
Gestern spielten die Crystal Stilts im Luminaire in Kilburn. Und ich muss sagen, das Luminaire in Kilburn ist ein verdammt sympathischer Club. Bevor dieser öffnete, konnte man sich im Pub nebenan schon einmal mit ein paar Pints auf den Abend vorbereiten. Auch irgendwie nett war, wenn man vom deutschen Ticketmädchen mit den Worten „Ah, der Jan“ begrüßt wird. Eine gemeinsame Sprache verbindet ja manchmal schon irgendwie. Die Räumlichkeiten des Luminaires bestechen durch schummrige Beleuchtung und eine kleine Bühne, die sofort Nähe zum Publikum schafft. In den Genuss dieser Nähe kamen zunächst die tollen Maribel aus Oslo, die auf wundervolle Weise meine psychedelische Seele einbalsamierten. Leider hatten sie etwas mit der kratzenden PA-Anlage zu kämpfen. Danach erklommen Shrag aus Brighton die Bühne: Zwei ältere Herren spielen ihre liebsten Pavement-Songs und lassen dazu ihre Sängerinnen, die sie wahrscheinlich auf der Geburtstagsparty ihrer kleinen Schwester kennengelernt haben, ein bisschen Riot Grrrls spielen. Gibt natürlich schlimmere Einflüsse.
Die Enttäuschung des Abends war dann die Hauptband selbst. Ihre Musik klang genau so, wie man sich das am vorherigen Abend noch auf Platte angehört hatte. Ihr volltrunkener Keyboarder war da noch das Lustigste. Oder der tolle Witz aus dem Publikum, dass die Vocals zu leise wären. Der Sänger konnte aber leider nicht einmal darüber lachen. Was Paul Smith von ihnen dachte, der schräg hinter mir stand, konnte ich leider nicht herausfinden. Da seine Freundin bei ihm stand, traute ich mich auch nicht einmal, ihm zu sagen, wie toll ich sein „I predict a riot“ finde. Trotz der enttäuschenden Hauptband ein unterhaltsamer Abend.