Archiv für Mai 2009

KCLSU

Der After skool Klub findet nun nicht mehr im Quad statt, sondern in der Student’s Union des King’s Colleges. Der Club ist ähnlich, die Leute sind womöglich dieselben. Ein Pluspunkt ist sicherlich der tolle Blick auf die Themse, den man dort hat, wenn man sich die Zeit nimmt, aus dem Fenster zu schauen. Ansonsten ist man eigentlich gut damit beschäftigt, zu tanzen, denn die DJs lassen eigentlich keinen Indie-Hit aus. Deswegen nahm ich mir am Samstag die wohlverdiente Lernpause und traf dort Sarah und Sabrina, die es nicht mal ein paar Wochen ohne London ausgehalten hatte. Ich hoffe, dass ich dieses Heimweh in ein paar Wochen nicht auch verspüren muss.

Crystal Stilts

Gestern spielten die Crystal Stilts im Luminaire in Kilburn. Und ich muss sagen, das Luminaire in Kilburn ist ein verdammt sympathischer Club. Bevor dieser öffnete, konnte man sich im Pub nebenan schon einmal mit ein paar Pints auf den Abend vorbereiten. Auch irgendwie nett war, wenn man vom deutschen Ticketmädchen mit den Worten „Ah, der Jan“ begrüßt wird. Eine gemeinsame Sprache verbindet ja manchmal schon irgendwie. Die Räumlichkeiten des Luminaires bestechen durch schummrige Beleuchtung und eine kleine Bühne, die sofort Nähe zum Publikum schafft. In den Genuss dieser Nähe kamen zunächst die tollen Maribel aus Oslo, die auf wundervolle Weise meine psychedelische Seele einbalsamierten. Leider hatten sie etwas mit der kratzenden PA-Anlage zu kämpfen. Danach erklommen Shrag aus Brighton die Bühne: Zwei ältere Herren spielen ihre liebsten Pavement-Songs und lassen dazu ihre Sängerinnen, die sie wahrscheinlich auf der Geburtstagsparty ihrer kleinen Schwester kennengelernt haben, ein bisschen Riot Grrrls spielen. Gibt natürlich schlimmere Einflüsse.

Die Enttäuschung des Abends war dann die Hauptband selbst. Ihre Musik klang genau so, wie man sich das am vorherigen Abend noch auf Platte angehört hatte. Ihr volltrunkener Keyboarder war da noch das Lustigste. Oder der tolle Witz aus dem Publikum, dass die Vocals zu leise wären. Der Sänger konnte aber leider nicht einmal darüber lachen. Was Paul Smith von ihnen dachte, der schräg hinter mir stand, konnte ich leider nicht herausfinden. Da seine Freundin bei ihm stand, traute ich mich auch nicht einmal, ihm zu sagen, wie toll ich sein „I predict a riot“ finde. Trotz der enttäuschenden Hauptband ein unterhaltsamer Abend.

Electric Ballroom

Seitdem das Sin an der Tottenham Court Road seine Tore geschlossen hat, gibt es nur noch einen nennenswerten Club, der Musik zum Haareföhnen spielt: Der Electric Ballroom. Freitags ging ich mit Giovanni zur „Sin City“ dorthin, um genau diese Musik zu konsumieren. Vorher tranken wir uns noch ein paar Bierchen im Good Mixer, einem Pub, in dem auch Amy Winehouse mal Stammgast war, als sie ihre Drogenkarriere noch etwas ernster nahm.

Musik und Leute im Electric Ballroom waren super. Mehr kann man dazu nicht sagen. Ich glaube, die Bilder sprechen für sich.

Internet Management

Heute fand die erste Klausur des zweiten Semesters statt. Pünktlich dazu hatte ich mir eine ordentliche Grippe eingefangen und natürlich zu wenig Taschentücher. So dass ich den letzten Satz zum Thema „Internet Management and Security“ mit einem Tropfen Nasenschleim versiegelte. Interessanterweise werde ich normalerweise nie krank. Den letzten drei Malen war immer ein Aufenthalt in London vorausgegangen. Ich sehe da keinen Zusammenhang.