- Arriving
- Dressed up with my parents
- My best coursemate Chukwudi
Ein letztes Mal nach London; für die Graduation Ceremony und auch, um noch die letzten zurückgebliebenen Sachen, die ich bei meinem Freund Giovanni gelassen hatte, abzuholen. Gegen Mittwochmittag kam ich mit meinen Eltern am Bridge Hotel in London an. Dies liegt genau gegenüber meiner Uni und stellte sich trotz seiner engen Bemessung als angenehme Unterkunft für meine Eltern heraus. Nachdem ich mit ihnen am Nachmittag gut gespeist und die wichtigen Sehenswürdigkeiten bei einer Bootstour auf der Themse gezeigt hatte, konnte ich sie nach einem letzten Abstecher im Pub auch ruhigen Gewissens am Hotel abgeben und mich zur New Kent Road begeben. Dort traf ich Giovanni, seine Freundin und ein paar Freunde, um mich mit ihnen mit etwas zu viel Rotwein zu betrinken. Glücklicherweise konnte ich dank Giovannis Gewalt über den Generalschlüssel ein (nahezu) leeres Zimmer des Wohnheims als Nachtunterkunft nutzen.
Frohen Mutes und Katers holte ich dann am nächsten Tag meine Eltern ab, um mit ihnen der Zeremonie in der St. Georges Cathedral beizuwohnen. Zunächst musste ich jedoch meine gemietete Robe und mein Mortarboard (wörtlich übersetzt: Mörtelbrett) von der Uni abholen und mich ankleiden lassen. Die Zeremonie ging recht schnell rum. Zunächst hielt der Dekan eine kleine Rede und danach wurden der Reihe nach alle Bachelor-Absolventen aufgerufen, nach vorne zu kommen und dort dem Kanzler die Hand zu schütteln. Respekt gebührt dem Vizekanzler, der es tatsächlich fertig brachte, alle 300 Namen (unabhängig ihrer vielfältigen Herkunft) fehlerfrei vorzutragen. Zum Schluss gab es noch ein paar Häppchen (das klassische LSBU-Büffet aus Sandwhiches, Meeresfrucht- und Fleischspießchen, allerdings ohne Wein aus dem Tetra Pak, dafür mit Sekt) im Garten des Imperial War Museums und die Gesellschaft löste sich auf. Den Nachmittag verbrachte ich dann wieder mit meinen Eltern bei einem Spaziergang im Hyde Park und einem Dinner in China Town; abends öffnete mir Giovanni wieder das Tor zum Wohnheim an der New Kent Road.
Freitags bemühte ich mich mit meinen Eltern die zusätzlichen Sachen, die ich noch in London gelassen hatte, möglichst vernünftig auf unsere Gepäckstücke zu verteilen. Später quälten wir uns dann durch den Stau an der Oxford Street Richtung Notting Hill. Dort bummelten wir noch ein bisschen über den Portobello Road Market und aßen ein paar Spanish Tapas, ehe wir den Rückweg zum Hotel und darauf Richtung Stansted antraten.
Alles in allem war es eine lohnenswerte Reise. Die feierliche Atmosphäre und das Verkleiden machen das Ganze schon zu etwas Besonderem. Auch war es toll, ein paar alte Freunde wiederzusehen. Meine lange Haarpracht und der Anzug brachten allerdings auch prompt Erinnerungen an mein Abitur zurück. Für den nächsten Abschluss sollte ich mir einen neuen Style überlegen.



































































